Philips SBA-1700 – getestet

Um meinem Namen gerecht zu werden, bin ich natürlich fast täglich auf der Suche nach neuen und interessanten Lautsprechern. Den Philips SBA-1700 hatte ich schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste, hatte aber noch nicht zugeschlagen. Vermutlich habe ich unterschwellig schon was geahnt… Doch vor ein paar Tagen hab ich dann diesen Lautsprecher als Prämie bei einem „Haushaltspanel“ gesehen und mir gedacht, warum denn nicht. Als Lautsprecher-Junkie…
OK, gesagt – getan und das Teil bestellt.

Achtung:
Beim Geburtstags-Gewinnspiel des Lautsprecher-Junkies könnt Ihr neben dem SBA1700 auch noch ein paar andere, interessante Produkte gewinnen. Also angeklickt und mitgemacht.
Viel Glück!

 
Verpackung
Es kommt, wie bei Philips fast üblich, in einer bedruckten Pappschachtel mit Sichtfenster. Schön frustfrei – kein Blister.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieferumfang
Philips liefert neben dem eigentlichen Lautsprecher noch eine „Schutztasche“ oder besser Hülle aus einem recht steifem Nylongewebe mit. Sonst nichts. Keine Batterien oder sonst was. Schon erstaunlich – selbst bei dem 6,99 Euro Schnäppchen von Altec Lansing lagen 3 Duracell AAA Batterien dabei… Und die SBA-1700 kosten ja mal eben 20 Euro mehr…

 

First Look
Wow, für einen tragbaren Lautsprecher ist der SBA-1700 mit seinen 10cm Durchmesser und 3cm Höhe schon ganz schön groß geraten. Das Gehäuse besteht auf der oberen Hälfte aus verchromtem Kunststoff und auf der Unterseite aus matt lackiertem Kunststoff. Das Lautsprechergitter mit fast 9cm Durchmesser besteht aus Metall und ist silbern lackiert. Bei der Größe hofft man ja schon auf einen neuen Referenz-Lautsprecher in dieser Klasse. Man kann aber leider nicht genau erkennen, was für eine Membran sich unter diesem Gitter befindet. Lediglich 2 silberne Lichtreflexe unter dem Gitter haben mich schon etwas stutzen lassen. Doch dazu gleich…

Der SBA-1700 ist auf der Unterseite mit einem klappbaren Fuß ausgestattet, unter dem sich auch das Batteriefach für 3 AAA Zellen befindet. So kann man den Lautsprecher auch in eine bestimmte Richtung ausrichten. Gute Idee – gibt dem Gerät aber irgendwie das Aussehen einer Puderdose… Da hab ich wohl die feminine Lautsprecherserie von Philips erwischt 😉
Den Ein- und Ausschalter des Geräts findet man an der Seite – ein einfacher, verchromter Schiebeschalter, welcher den integrierten Class-D Digitalverstärker mit Saft versorgt. Der Zustand wird über eine dezente, orangene LED signalisiert.

 

Anschlusskabel
Das Anschlusskabel ist, wie bei vielen anderen Modellen auch, fest angelötet und wird von einem glänzenden (Metall?) Geflecht und einer durchsichtigen Gummierung „geschützt“. Das Ganze ist mit 34,5 cm auch ordentlich lang. Der 3,5mm Klinkenstecker ist schön schmal – auch iDevice Nutzer sollten hier keine Probleme haben. An der Seite des nicht vergoldeten Steckers findet man eine Kunststoff-Nase. Das Kabel kann leider nicht, wie bei anderen Lautsprechern üblich, im Gehäuse verstaut werden. Philips geht hier andere Wege und definiert diesen (und andere SBA-) Lautsprecher scheinbar als vorzeigbares Mode-Accessoire, welches am Handgelenk oder am Gürtel transportiert werden soll (kann). Dafür gibt es auf der Unterseite des Lautsprechers einen gefederten Steckplatz, in dem man den Klinkenstecker verankern kann und so eine Handschlaufe erhält. Einstecken, ein paar Grad nach im Uhrzeigersinn drehen und fertig ist die Handschlaufe. Ob ich dieser Konstruktion aber im Alltag vertrauen würde ist fraglich.

 

Sound
Ehrlich gesagt – ich bin enttäuscht. Oder besser gesagt – mehr als enttäuscht. Da kauft (oder besorgt) man sich nen tragbaren Lautsprecher, der allein von seiner Größe her einiges an Dampf und Grundbums vermuten lässt und bekommt dann sowas… Ein krächzendes, extrem höhenbetontes und fast schon unangenehmes „Sounderlebnis“. Da fällt mir echt nix anderes zu ein. Sorry – aber das ist schon fast mangelhaft… Für Systemklänge und/oder ein bisschen nebenbei TV laufen lassen vielleicht noch halbwegs akzeptabel, aber für Musik fast nicht zu gebrauchen.
Und woran liegt das?
Das liegt daran, dass Philips hier ne Mogelpackung auf den Markt geschmissen hat. Nach außen hin mit 10cm Durchmesser einen auf dicke Hose machen, aber dann nur 2 kleine, vielleicht 3cm Membränchen verbauen. Das ist mies und macht mich fast ein bisschen sauer!
Kein Wunder, dass aus diesen Tweetern kein vernünftiger, halbwegs ausgewogener Klang raus kommt. 2 Watt soll der SBA-1700 laut Datenblatt bringen. Mag sein – das sind dann aber 2 Watt die weh tun.
Ich bin definitiv nicht der Typ, der ein Produkt vollständig verreist, aber wenn ich mich getäuscht fühle, werde ich auch mal undiplomatisch.

 

Positiv
Verarbeitung und Materialanmutung
Langes, qualitativ hochwertig anmutendes Anschlusskabel
Ausklappbarer Standfuß
Transportbeutel

Negativ
Miserabler Sound
Täuscht großes vor und bietet dann nur kleines
Keine Batterien im Lieferumfang
Fingerabdruckmagnet
Kabel nicht im Gehäuse verstaubar

Fazit
Der Philips SBA-1700 ist nach außen hin ein recht schicker, transportabler Lautsprecher, der mit guter Verarbeitung und angenehmen Materialien punkten kann. Das Anschlusskabel ist schön lang und der Transportbeutel bietet ein wenig Schutz in überfüllten Handtaschen. Das Design Marke „Puderdose“ impliziert diesen Transportweg ja schon fast…
Der Klang kann allerdings überhaupt nicht punkten – hier vermutet man bei Kauf mehr als man letztendlich erhält und fühlt sich ein wenig über den Tisch gezogen. Bei Amazon oder anderen Online-Händlern wäre der SBA-1700 nach 30 Sekunden Test wieder retour gegangen – das fällt bei einer Prämienbestellung vermutlich aus.

Schulnote: 4- (gerade noch ausreichend) – klanglich zwar nicht unbedingt schlechter als die Edifier Soundbar, aber das Verstecken der kleinen 3cm Tweeter und Vortäuschen von etwas größerem, gibt Punktabzüge.

ACHTUNG:Aktuell könnt Ihr u.a. zwei RAIKKO DANCE Bluetooth gewinnen. Wo? Beim Geburtstags-Gewinnspiel des Lautsprecher-Junkies. Also angeklickt und mitgemacht… Viel Glück!

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