RAIKKO USB AccuPack 6000 – Testbericht

Es gibt mal wieder ein neues und ziemlich nützliches Produkt aus dem Hause RAIKKO – das USB AccuPack 6000. Hier kommt keine Musik raus, sondern Strom – denn es handelt sich dabei um einen kleinen tragbaren Zusatzakku für all Eure mobilen Devices. Nach den schon ziemlich stylischen und vielen schon bekannten AccuPacks 5200, 7000 und 8000 hat RAIKKO sich von der hochglänzenden Barren-Form verabschiedet und neben dem ultra flachen AccuPack BusinessLine 2000 nun auch einen mit 6000mAh drei Mal so starken, aber immer noch flachen und leichten Akku mit ein paar sehr interessanten Features raus gebracht. Ich durfte diesen nun ein paar Wochen testen und hier sind meine Eindrücke…

RAIKKO USB AccuPack 6000

Verpackung und Lieferumfang

Wie fast alle RAIKKO Produkte kommt das USB AccuPack 6000 in einer stabilen Kartonverpackung ohne Blister und Co. und das Konzept weiß immer noch zu gefallen. Auch im Inneren geht es schnörkellos und in gewohnter Manier zur Sache. Das eigentliche Produkt ist sicher in der RAIKKO-typischen Netztasche verstaut und für den Transport nochmal durch eine Luftpolster- und Kunststoff-Tasche geschützt. Neben einem ca. 30cm langen USB auf Micro-USB-Flachbandkabel liegt noch eine recht ausführliche Bedienungsanleitung und ein RAIKKO Aufkleber bei. Wie bei vielen anderen Herstellern auch wird auf ein USB Ladegerät mittlerweile verzichtet.

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Verpackung

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Lieferumfang

Erster Eindruck, Material, Verarbeitung & Gewicht

Der eigentliche AccuPack 6000 macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Die matte, leicht gummierte Oberfläche des Kunststoff-Gehäuses mit dem dezent schwarzen RAIKKO Logo sieht edel aus. Auch die beiden roten Streifen an der Seite (die eines der Features verbergen) passen sehr gut zu der Farbsprache des Unternehmens. Spaltmaße gibt es so gut wie keine – lediglich an der Seite auf der die 4 Status LEDs sitzen findet man einen kleinen, allerdings verschmerzbaren Spalt. Der Rest des Gehäuses ist tadellos verarbeitet und fast schon als Handschmeichler zu bezeichnen. Da es mit seinen 125x60x15 mm nur minimal größer ist als z.B. ein aktuelles iPhone, lässt sich das AkkuPack ohne Weiteres in der Hosen- oder Jackentasche verstauen und auch die 142 Gramm fallen nicht großartig ins Gewicht 😉

RAIKKO USB AccuPack 6000

Anschlüsse & Bedienelemente

Da unterschiedliche Geräte auch unterschiedliche Leistungen benötigen, hat RAIKKO dem USB AccuPack 6000 gleich 2 USB Buchsen spendiert – eine mit max. 1A und eine mit max. 2.1A Ladestrom bei 5V. Somit lassen sich nicht nur Handys, Lautsprecher und andere nicht allzu leistungshungrige Geräte aufladen – auch Geräte mit größerem Leistungsbedarf wie Tablets lassen sich durch den 2,1 Ampere Port problemlos mit Strom versorgen. Übersteigt der Bedarf des angeschlossenen Geräts den des Ports an dem es angeschlossen ist, schaltet sich das Akku-Pack in eine Art Schutzmodus und deaktiviert den Port um die Ladeelektronik und den Akku zu schonen. Allerdings konnte ich dies bis dato noch nicht simulieren – selbst mit zwei parallel angeschlossenen Geräten (Tablet & iPhone) wurde der Ladevorgang nicht unterbrochen. Doch das AccuPack 6000 kann noch mehr: Während bei vielen anderen Herstellern bei 2 Ports Schluss ist, hat der Akku von RAIKKO noch einen Trumpf im Ärmel. Die beiden roten Streifen an den Flanken des Gehäuses sind nämlich nicht nur Zierde – hier verbergen sich zwei Anschlusskabel die fest mit dem Gehäuse verbunden sind und sich nahtlos ins Design einpassen. Auf der einen Seite ein Micro-USB-Stecker zum Aufladen der Geräte und auf der anderen Seite ein großer USB Stecker zum Aufladen des Akku-Packs z.B am Rechner oder einem USB-Steckerladegerät. Da letzteres nicht beiliegt sollte man darauf achten, dass es max. 1A Ladestrom hat. Wer das AkkuPack nicht über das integrierte Kabel aufladen möchte findet zwischen den beiden USB-Ladebuchsen übrigens noch eine Micro-USB-Buchse an die z.B. das beiliegende oder jedes andere Micro-USB Kabel zum Aufladen angeschlossen werden kann.

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Anschlüsse

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Kabel

Durch die beiden integrierten Kabel reduziert sich das Kabelgewirr für die meisten Anwendungen auf ein Minimum – lediglich Apple-User müssen sich einen Micro-USB auf Lightning Adapter besorgen oder das originale Anschlusskabel benutzen. Gute Erfahrungen habe ich hier bis dato mit den Produkten vor Ordel und iProtect (schwarz / weiß) gemacht. Diese kleinen Adapter werden einfach auf den Micro-USB Stecker aufgesteckt und adaptieren ihn zu einem Lightning Stecker. Für 3-5 Euro sicher eine lohnenswerte Investition. Warum RAIKKO dieses Zubehör in der Bedienungsanleitung allerdings in den Lieferumfang (mit dem Zusatz: optional erhältlich) schreibt, bleibt ein Mysterium 😀

Wer jetzt richtig mitgezählt hat wird bemerkt haben, dass das USB AccuPack also insgesamt drei Ladeports besitzt, die zu allem Überfluss auch noch simultan funktionieren. Somit kommt das Gerät rein rechnerisch auf einen Ladestrom von 4.1 Ampere bei 5 V. Mangels Messgerät konnte ich allerdings noch nicht testen, ob bei Vollbestückung (also 1 & 2.1 Ampere an den beiden USB-Ports und 1 A am integrierten Micro-USB Kabel) auch wirklich an jedem Port die avisierte Leistung anliegt. //UPDATE: 4.1 Ampere Ladestrom war leider zu hoch gegriffen. Das Akkupack verteilt die vom Hersteller angegebenen 2100mA auf alle Ladeports, so dass Ihr bei 2 angeschlossenen Geräten z.B. maximal 1 Ampere pro Port abgreifen könnt. Jedes weitere Gerät senkt die Einzelleistung der Ports weiter. Trotzdem sind 2,1 Ampere ein ordentlicher Wert für solch ein Gerät!

Funktionen und Bedienung

Die Bedienung des USB AccuPacks ist so simpel wie möglich gehalten und wird über einen einzigen Taster realisiert, der an der oberen Ecke des Gehäuses sitzt. Einmal kurz klicken und die 4 blauen Status-LEDs signalisieren den Aktiv-Zustand sowie die noch zur Verfügung stehende Kapazität des Akku-Packs in den Abstufungen 100/75/50 und 25%. Wird innerhalb von 10 Sekunden kein Gerät an einen der Ladeports angeschlossen, schaltet sich das Akku-Pack selbsttätig wieder aus. Wem das zu lange dauert oder sein Gerät gerne länger mit dem externen Akku verbunden haben möchte, kann das Gerät auch durch einen 2-3 sekündigen Druck auf den Taster ausschalten. Anders als bei den bisherigen RAIKKO AccuPacks leuchten die LEDs übrigens dauerhaft und nicht als Lauflicht. Die Ablesbarkeit ist relativ gut, wenn gleich die LEDs im Dunklen vielleicht ein wenig zu hell sind und die daneben befindlichen ebenfalls mit illuminieren. Somit muss man ein wenig genauer hinsehen ob es nun 50 oder doch noch 75% sind. Bei Tageslicht ist die Anzeige durch die Helligkeit der LEDs aber auch noch problemlos ablesbar… Hat also alles seine Vor- und Nachteile 😀

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Taster

RAIKKO USB AccuPack 6000 - LEDs

Akkulaufzeit

Der eingebaute und nicht wechselbare LiPo Akku des AccuPacks 6000 hat – wie der Name schon nahelegt – 6000mAh bei 3,7 Volt. Das reicht um ein aktuelles iPhone, dessen Akku über 1570mAh verfügt, ca. 3-4 Mal komplett wieder aufzuladen. Da aber fast niemand seinen Akku immer komplett leer lutscht, kommt man je nach Restkapazität beim Laden sogar auf 4-5 Ladevorgänge. Bei Tablets, die naturgemäß einen größer dimensionierten Akku haben, kommt man mit dem USB AccuPack 6000 immerhin auf ca. eine komplette Ladung. Da RAIKKO beim USB AccuPack 6000 auf nicht auf einen Lithium-Ionen (LiIon) Akku sondern auf einen ungefährlicheren Lithium-Polymere (LiPo) setzt, sollte man das AkkuPack bei Nichtbenutzung spätestens alle 3 Monate an den Strom hängen, sonst könnte der Akku auf Grund seiner Konzeptionierung Schaden nehmen. Muss man wissen – steht aber auch in der Bedienungsanleitung 😉

RAIKKO USB AccuPack 6000 - Daten

Fazit und Wertung

Mit 125x60x15 mm, 142 Gramm, 6000mAh und dem handschmeichelnden Gehäuse ist das USB AccuPack 6000 ein hervorragendes EDC Gerät für alle die viel unterwegs sind und trotzdem nicht auf Ihre elektronischen Gadgets verzichten wollen. Mit ganzen 3 Lademöglichkeiten und den integrierten Kabeln besitzt das eine hervorragende Flexibilität. Lediglich der fehlende Lightning Anschluss und die etwas hellen und etwas unsauber eingepassten LEDs könnten den Gesamteindruck ein wenig trüben. Doch das ist definitiv Jammern auf hohem Niveau – da habe ich in diesem Bereich definitiv schon sehr viel schlechteres gesehen. Deshalb gibt es von mir auch ganze 85% – sehr viel besser kann man es bei solch einem Gerät nicht wirklich machen.

Preis & Verfügbarkeit

Das USB AccuPack 6000 gibt es aktuell bei Amazon  für 24,95 Euro – oder direkt im RAIKKO-Online-Shop für 29,95 Euro. Versandkosten fallen in beiden Fällen nicht an.

Loben
  • sehr gute Kapazität für die Größe
  • integrierte Ladekabel (USB/micro-USB)
  • griffiges und sehr angenehmes Gehäusefinish
  • klein & leicht
“Meckern”
  • LEDs ein wenig hell
  • kein Lightning-Stecker (nur über Adapter)
  • kleiner Spalt im Gehäuse
  • Tasche etwas zu groß
Technische Daten
  • Gewicht: 142 g
  • Abmessungen: (L) 125 × (B) 60 × (H) 15 mm
  • Batterietyp: Lithium-Polymer
  • Eingangsspannung: 5 V (USB)
  • Max. Eingangsstrom: 1000 mA
  • Kapazität: 6000 mAh/3,7 V
  • Ausgangsspannung: 5 V (USB)
  • Max. Ausgangsstrom Micro-USB-Kabel: 1000 mA
  • Max. Ausgangsstrom Port 1: 2100 mA
  • Max. Ausgangsstrom Port 2: 1000 mA

Bedienungsanleitung zum Download

Vielen Dank an die Firma RAIKKO für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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