Schön schräge Schweden – XTZ Tune 4 im Test

Und da isser wieder! Nach ner amtlichen Schreibblockade (ja, sowas gibt es wirklich :/ ) und dem damit verbundenen kalten Entzug, ist der Lautsprecher-Junkie fast pünktlich zum neuen Jahr wieder am Start und hat großes im Gepäck! Die letzten Wochen waren für mich sicher ein wenig angenehmer, als für meine Nachbarn. Getreu dem Motto: “Meine Nachbarn hören jetzt auch Dubstep – ob sie wollen, oder nicht!” hat der Lautsprecher-Junkie nämlich des öfteren mal den Regler auf 11 gedreht und die Wände wackeln lassen 😉

Ich hatte nämlich Besuch aus Schweden. Nicht das, was Ihr jetzt denkt – sondern von einem schicken 100 Watt Bluetooth® Lautsprecher-Pärchen vom schwedischen Hifi-Hersteller XTZ oder besser gesagt, dessen deutscher Dependance, XTZ-Deutschland. Die “Tune 4” getauften Speaker aus dem hohen Norden durften sich in den letzten Tagen und Wochen in einem ausgedehnten Alltagstest beweisen. Ob sie den Lautsprecher-Junkie (und vielleicht auch seine Nachbarn) überzeugen konnten, lest Ihr in diesem Testbericht. Ist übrigens mal wieder einer der längeren Sorte geworden – hat sich wohl ein bisschen was angestaut… Holt Euch schon mal nen Kaffee und bringt mir einen mit… Schwarz bitte :) Danke und viel Spaß!

Verpackung & Lieferumfang

Wie bei vielen Hifi-Speakern, geht es verpackungstechnisch auch bei den Tune 4 eher gediegen zur Sache. Keine effektheischende Hochglanz-Verpackung, sondern ein schlichter hellbauner Pappkarton mit den üblichen Hersteller- und Produktlogos sowie einer s/w-Abbildung des Tune 4 Master Speakers. Dazu noch ein Aufkleber mit Seriennummer, Farbe, Gewichten und Abmessungen sowie on Top ein großer Versandschaden-Sticker. Da der Produktkarton gleichzeitig als Versandkarton benutzt wird, solltet Ihr peinlich genau auf jegliche Beschädigung achten – man kennt ja den ein oder anderen Versanddienstleister…;)

Aber nun genug von brauner Pappe – machen wir das Teil mal zusammen auf 😉 Das erste was uns oben auf begrüßt, ist ein Din A4 Blatt mit der Lizenznummer und Instruktionen für die Dirac DSP Software sowie eine ebenfalls Din A4 große, deutsche und teilfarbige Bedienungsanleitung. DSP Software? Jawoll – aber dazu kommen wir gleich. Also nicht wegschmeißen, okay?

Unter einer weiteren Lage brauner Pappe erwartet uns das Zubehör – fein säuberlich in eine Schaumstoff-Lage eingelassen und separat nochmals in Plastiktütchen verpackt. Dazu gibt es noch eine Din A5 großes und ebenfalls eingetütetes “Quick Start Guide” – die internationale, weil englische, Version der Bedienungsanleitung 😉 Aber erstmal fort mit allen Zetteln und Heftchen – wir wollen das Zubehör in Augenschein nehmen.

Was direkt ins Auge fällt: Die Schweden haben sich nicht lumpen lassen. Zum Lieferumfang gehören:

  • Eine recht große (und wertig schwere) , silber-schwarze Fernbedienung
  • ein 1m langes 3,5mm Klinke-Klinke Kabel
  • ein 2m langes optisches S/PDIF-Kabel
  • ein 3m langes BiColor Lautsprecheranschlusskabel mit großzügig dimensioniertem 2,5mm² Aderdurchmesser und Bananensteckern.
  • ein 1,5m langes Stromkabel mit “Rasierer-Anschluss”
  • zwei Gummifüße mit Gewinde (nur zwei?! – jawoll!)

Im Obergeschoss des Kartons war es das. Also weiter zum Wesentlichen – den Tune 4 Bluetooth® Stereo Speakern. Flux den Schaumstoff beiseite gepackt und da sind sie – einzeln verpackt in Plastik & Stoff-Tüten. Zwischen den beiden Speakern finden wir noch ein Tütchen mit zwei rechteckigen Schaumstoff-Elementen. Wofür die gut sind, sehen wir ebenfalls später.

Nun aber los – befreien wir die beiden Lautsprecher mal aus ihren Hüllen. Nach dem kleinen “Werbeblock” folgt auf Seite 2 dem Lautsprecher-Junkie sein erster Lautsprecher-Striptease 😀

Noch ein wenig nach unten scrollen – weiter geht´s auf Seite 2 —>

11 Kommentar

  1. Es ist wirklich schade, dass die USB-Buchse nicht mehr Strom liefert! Man könnte sonst über diese einen RaspberryPi betreiben und bräuchte hierfür keinen separaten Stromanschluss… So würden die Lautsprecher direkt ein gutes Stück “smarter” werden. Das geht so zwar trotzdem noch, aber es fühlt sich direkt weniger “integriert” an… :)

    • Stimmt, das ist echt ziemlich schade… RasPi, Chromecast Audio etc. – die Möglichkeiten die Tune 4 zumindest WLAN-fähig zu machen, wären ja mannigfaltig. Bis dato konnte ich meinen Chromecast Audio aber an keinem Speaker mit USB-Ausgang (egal wie leistungsstark, teuer, mit Akku oder ohne) ohne massive Störgeräusche(!) zum Laufen bekommen. Mit externer Stromquelle kein Problem – aber am systemeigenen USB-Anschluss eine Katastrophe! Das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt :/

      Vielen Dank und viele Grüße,
      Der Junkie

      • Ach? Das ist auf jeden Fall eine interessante Info! Vielen Dank dafür! :)

        Ich bin nämlich grade auf der Suche nach einem solchen System, bei dem ich meinen RasPi direkt betreiben kann. Wenn allerdings der Chromecast Audio mit allen systemeigenen USB-Anschlüssen Probleme hat, befürchte ich, dass auch der RaspberryPi – der ja auch durchaus penibel sein kann, was die Stromzufuhr angeht – sich da vielleicht querstellen könnte.

        Vielleicht sollte ich dieses Kriterium streichen? Wäre ja auch nicht soo tragisch, eine zweite Steckdose zu benötigen. Darf ich noch kurz fragen, mit welchen Lautsprechern Sie neben den XTZ diese Erfahrungen gesammelt haben? :)

        • Ja, das hat mich auch überrascht und meine Pläne torpediert :/ Glaube auch nicht, dass es an meinem Chromecast Audio liegt – das Phänomen ist ja bei mehreren Speakern aufgetaucht. Ich versuch mal zu resümieren, welche Speaker ich getestet hab: JBL Charge 2+, harman/kardon Onyx Studio 2, Saxx AS30, Auluxe MB1 & Z2, Libratone Zipp Wlan. Wenn ich keinen vergessen hab, dürfte es das gewesen sein 😉 Alles mit dem selben Ergebnis: Strom für den CCA über USB und Audio über Klinke gibt nur Probleme.

          Zu Deiner Idee mit dem Pi: Das würde ich vergessen. Der Pi braucht ja bis zu 2,5 Ampere je nach Belastung – und das wird Dir kein Lautsprecherhersteller in sein System einbauen. Die Qualität der Stromwandler, die in den Systemen eingebaut ist, scheint auch nicht von allzu hoher Güte zu sein, sodass die Chance, sich den Pi zu zerschießen sicher nicht ohne ist. Lieber ne ordentliche 2,5 Ampere “Wandwarze” nehmen und auf der sicheren Seite bleiben.

          Freut mich auf jeden Fall, wenn Dir meine Erfahrungen weiterhelfen konnten :)

          Vielen Dank und viele Grüße,
          Maik
          aka “Der Junkie”

          • Ja, mit deinen Erfahrungen hast du mir auf jeden Fall geholfen! …und mich bestimmt auch vor vielen Stunden voller Ärger und Verzweiflung bewahrt! 😉

            Dankeschön und weiterhin viel Spaß und Erfolg auf der Suche nach “dem perfekten Lautsprecher”! :)

          • Super, das freut mich :)

            Wenn ich mal nen Speaker finden sollte, der stabile 2,5 Ampere bei 5 Volt raushaut und keine Störgeräusche in der Selbstversorgung des CCA produziert, wirst Du es auf jeden Fall im Test lesen!

            Dir noch viel Spaß & Erfolg bei der Umsetzung Deines Pi-Projekts – freue mich, wenn Du mal wieder vorbei schaust :)

            Vielen Dank und viele Grüße,
            Maik
            aka “Der Junkie”

  2. Hi zusammen, vielen Dank für den tollen Beitrag, genauso einen habe ich gesucht! Wen der Preis nicht abschreckt wird sicher seine Freude daran haben. Du schreibst dass die nicht quadratische Form der Boxen intern unerwünschte Schallreflektionen reduziert. Es ist bekannt dass die quadratische Form mit dem rechten Winkel nicht die ideale Form für Akustiker ist. Hast du hierzu nähere Informationen, eventuell auch direkt seitens XTZ? Es würde mich interessieren, wie so etwas seitens Akustiker getestet und untersucht wird. LG

    • Hallo Ben,

      danke für das Lob – freut mich, wenn Dir der Test gefällt und Du bis zum Ende durchgehalten hast 😉

      Bezüglich Deiner Frage zu der Form und der Reduzierung der Reflektionen muss ich leider passen… Das geht dann schon in Richtung Audio-Engineering und Labormessungen und ist nicht wirklich das Steckenpferd des Lautsprecher-Junkies. Ich kann mir zwar physikalische und pseudoakustische Dinge zusammenreimen – aber irgendwo hört es dann auch bei mir auf 😀 Aber wenn Du dich mal im XTZ-Forum (http://forum.xtz-deutschland.de/) umschaust, wirst Du denke ich auch hierzu Informationen finden. Alternativ auch bei Nubert im Forum (http://www.nubert-forum.de/nuforum/) nachschauen – die sind alle wesentlich audiophiler als ich 😉

      Vielen Dank & viele Grüße,
      Maik
      aka “Der Junkie”

  3. Echt interessanter Artikel und so ausführlich!! Wow.

    Ich bin seit längerem auf der Suche nach einem Bluetooth-Lautsprecher, den ich mit meinem Netzwerkplayer verbinden kann. Werde mit diesen Mal anschauen und vielleicht irgendwo probehören (wenn möglich). Für knapp 500 EUR klingt das ganz vernünftig. Zudem ist der von den Maßen her ganz kompakt :)

    • Danke für´s Lob – freut mich, dass Dir mein Testbericht gefällt :) Die Tune 4 sind auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
      Viele Grüße,
      Der Junkie

  4. Super, bin voll begeistert. Endlich haben die Töne die richtige raumfüllende Tiefe. Bass und Helligkeit sind einzeln regelbar und stimmen einfach auf den Punkt genau so wie es sein soll. Wer weniger Bass möchte oder nicht soviel ausgeben möchte, der kann sich die Creative Inspire T12 Lautsprecher einmal anschauen.
    Diese haben wir am PC meiner Frau und diese sind auch sehr gut!

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