Schön schräge Schweden – XTZ Tune 4 im Test

Erstes Einschalten und Koppeln

Aber genug der grauen Theorie und der Fakten – werfen wir mal den Riemen auf die Orgel und versorgen die Tune 4 mit Strom und Audiosignalen 😉

Das geht auch sehr einfach von der Hand. Das 3 Meter lange Lautsprecherkabel in die Terminals der beiden Speaker gesteckt und das Stromkabel angeschlossen – schon kann es bereits kabellos losgehen. Das S/PDIF-Kabel ist auch schnell verbunden – den analogen Eingang nutzen wir später… Die Tune 4 besitzen übrigens leider keinen Hauptschalter und lassen sich nicht komplett ausschalten, ohne dass man das Stromkabel zieht. Der Stromverbrauch im StandBy liegt bei unter 0,5 Watt und entspricht somit natürlich den EU-Normen.

Mit einem knackigen Druck auf den Power-Button der Fernbedienung erwecken wir die Tune 4 aus dem, im Status-LED-Fenster durch eine dunkel-rot leuchtende LED signalisierten, Standby-Modus und klicken und mit der Source Taste durch die Eingangskanäle. Rot, Grün, & Blau zeigen uns, auf welchem Eingang wir uns befinden. Blau steht natürlich für Bluetooth®, während rot den digitalen S/PDIF-Eingang und grün den analogen 3,5mm Klinkeneingang visualisiert. Wechselt man zurück in den StandBy-Modus, wird die Leuchtkraft der LED gedimmt, signalisiert aber immer noch den zuletzt gewählten Eingang. Schön wäre je eine Taste für jeden Eingang gewesen – aber so oft wechselt man hier ja auch nicht…

Ohne bereits gekoppeltes Abspielgerät, befindet man sich im Bluetooth® Modus direkt im Suchmodus. Die blaue LED blinkt schnell und Ihr findet im Bluetooth® Menü Eures Smartphones, Tablets etc. ein Device, welches sich “XTZ TUNE4” nennt. Anklicken und fröhlich sein, denn das war der ganze Kopplungsprozess. Wofür man da noch NFC benötigt? Keine Ahnung, glücklicherweise verzichtet XTZ auf dieses, meiner Meinung nach zu unrecht gehypte “Feature”.

Möchte man nun ein anderes Bluetooth® Device mit den Tune 4 koppeln, klickt man im Bluetooth® Modus kurz auf die “Pair”-Taste und versetzt die Speaker erneut in den Such- & Kopplungsmodus. Bis zu sechs Devices werden intern auf die VIP-Liste gesetzt und müssen nicht jedes Mal erneut gekoppelt werden. Die Bluetooth®-Reichweite ist mit um die 6-8 Meter indoor mehr als ausreichend. Der Bluetooth® Kanal wird beim Ausschalten der Tune 4 auch getrennt und nicht im Hintergrund verbunden gehalten.

Zwar schalten sich die Tune 4 bei Signaleingang nicht automatisch an, wie das andere Speaker tun – aber damit umgeht man auch die “Abspielen im falschen Zimmer” Problematik und hat einen Grund, den Vollaluminium-Handschmeichler erneut in die Hand zu nehmen…

Funktionen & Bedienung

Die Funktionen der Tune 4 Bluetooth® Stereo Lautsprecher sind recht übersichtlich – viel Einzustellen und zu Bedienen gibt es hier nicht. Über die Fernbedienung hat man weder Zugriff auf eine rudimentäre Musiksteuerung wie Play/Pause, next & previous Track oder sonstiges. Lediglich leiser und lauter sowie Mute sind im Betrieb wichtig. Alles andere regelt man am Abspielgerät selber – somit fällt dieser Punkt ungewöhnlich kurz aus 😉

Das war ne ziemlich kurze Seite, oder? Keine Angst, auf Seite 6 wird es wieder ausführlicher – da geht´s nämlich um den Klang und die Lautstärke —>

16 Kommentar

  1. Es ist wirklich schade, dass die USB-Buchse nicht mehr Strom liefert! Man könnte sonst über diese einen RaspberryPi betreiben und bräuchte hierfür keinen separaten Stromanschluss… So würden die Lautsprecher direkt ein gutes Stück „smarter“ werden. Das geht so zwar trotzdem noch, aber es fühlt sich direkt weniger „integriert“ an… 🙂

    • Stimmt, das ist echt ziemlich schade… RasPi, Chromecast Audio etc. – die Möglichkeiten die Tune 4 zumindest WLAN-fähig zu machen, wären ja mannigfaltig. Bis dato konnte ich meinen Chromecast Audio aber an keinem Speaker mit USB-Ausgang (egal wie leistungsstark, teuer, mit Akku oder ohne) ohne massive Störgeräusche(!) zum Laufen bekommen. Mit externer Stromquelle kein Problem – aber am systemeigenen USB-Anschluss eine Katastrophe! Das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt :/

      Vielen Dank und viele Grüße,
      Der Junkie

      • Ach? Das ist auf jeden Fall eine interessante Info! Vielen Dank dafür! 🙂

        Ich bin nämlich grade auf der Suche nach einem solchen System, bei dem ich meinen RasPi direkt betreiben kann. Wenn allerdings der Chromecast Audio mit allen systemeigenen USB-Anschlüssen Probleme hat, befürchte ich, dass auch der RaspberryPi – der ja auch durchaus penibel sein kann, was die Stromzufuhr angeht – sich da vielleicht querstellen könnte.

        Vielleicht sollte ich dieses Kriterium streichen? Wäre ja auch nicht soo tragisch, eine zweite Steckdose zu benötigen. Darf ich noch kurz fragen, mit welchen Lautsprechern Sie neben den XTZ diese Erfahrungen gesammelt haben? 🙂

        • Ja, das hat mich auch überrascht und meine Pläne torpediert :/ Glaube auch nicht, dass es an meinem Chromecast Audio liegt – das Phänomen ist ja bei mehreren Speakern aufgetaucht. Ich versuch mal zu resümieren, welche Speaker ich getestet hab: JBL Charge 2+, harman/kardon Onyx Studio 2, Saxx AS30, Auluxe MB1 & Z2, Libratone Zipp Wlan. Wenn ich keinen vergessen hab, dürfte es das gewesen sein 😉 Alles mit dem selben Ergebnis: Strom für den CCA über USB und Audio über Klinke gibt nur Probleme.

          Zu Deiner Idee mit dem Pi: Das würde ich vergessen. Der Pi braucht ja bis zu 2,5 Ampere je nach Belastung – und das wird Dir kein Lautsprecherhersteller in sein System einbauen. Die Qualität der Stromwandler, die in den Systemen eingebaut ist, scheint auch nicht von allzu hoher Güte zu sein, sodass die Chance, sich den Pi zu zerschießen sicher nicht ohne ist. Lieber ne ordentliche 2,5 Ampere „Wandwarze“ nehmen und auf der sicheren Seite bleiben.

          Freut mich auf jeden Fall, wenn Dir meine Erfahrungen weiterhelfen konnten 🙂

          Vielen Dank und viele Grüße,
          Maik
          aka „Der Junkie“

          • Ja, mit deinen Erfahrungen hast du mir auf jeden Fall geholfen! …und mich bestimmt auch vor vielen Stunden voller Ärger und Verzweiflung bewahrt! 😉

            Dankeschön und weiterhin viel Spaß und Erfolg auf der Suche nach „dem perfekten Lautsprecher“! 🙂

          • Super, das freut mich 🙂

            Wenn ich mal nen Speaker finden sollte, der stabile 2,5 Ampere bei 5 Volt raushaut und keine Störgeräusche in der Selbstversorgung des CCA produziert, wirst Du es auf jeden Fall im Test lesen!

            Dir noch viel Spaß & Erfolg bei der Umsetzung Deines Pi-Projekts – freue mich, wenn Du mal wieder vorbei schaust 🙂

            Vielen Dank und viele Grüße,
            Maik
            aka “Der Junkie”

  2. Hi zusammen, vielen Dank für den tollen Beitrag, genauso einen habe ich gesucht! Wen der Preis nicht abschreckt wird sicher seine Freude daran haben. Du schreibst dass die nicht quadratische Form der Boxen intern unerwünschte Schallreflektionen reduziert. Es ist bekannt dass die quadratische Form mit dem rechten Winkel nicht die ideale Form für Akustiker ist. Hast du hierzu nähere Informationen, eventuell auch direkt seitens XTZ? Es würde mich interessieren, wie so etwas seitens Akustiker getestet und untersucht wird. LG

    • Hallo Ben,

      danke für das Lob – freut mich, wenn Dir der Test gefällt und Du bis zum Ende durchgehalten hast 😉

      Bezüglich Deiner Frage zu der Form und der Reduzierung der Reflektionen muss ich leider passen… Das geht dann schon in Richtung Audio-Engineering und Labormessungen und ist nicht wirklich das Steckenpferd des Lautsprecher-Junkies. Ich kann mir zwar physikalische und pseudoakustische Dinge zusammenreimen – aber irgendwo hört es dann auch bei mir auf 😀 Aber wenn Du dich mal im XTZ-Forum (http://forum.xtz-deutschland.de/) umschaust, wirst Du denke ich auch hierzu Informationen finden. Alternativ auch bei Nubert im Forum (http://www.nubert-forum.de/nuforum/) nachschauen – die sind alle wesentlich audiophiler als ich 😉

      Vielen Dank & viele Grüße,
      Maik
      aka „Der Junkie“

  3. Echt interessanter Artikel und so ausführlich!! Wow.

    Ich bin seit längerem auf der Suche nach einem Bluetooth-Lautsprecher, den ich mit meinem Netzwerkplayer verbinden kann. Werde mit diesen Mal anschauen und vielleicht irgendwo probehören (wenn möglich). Für knapp 500 EUR klingt das ganz vernünftig. Zudem ist der von den Maßen her ganz kompakt 🙂

    • Danke für´s Lob – freut mich, dass Dir mein Testbericht gefällt 🙂 Die Tune 4 sind auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
      Viele Grüße,
      Der Junkie

  4. Super, bin voll begeistert. Endlich haben die Töne die richtige raumfüllende Tiefe. Bass und Helligkeit sind einzeln regelbar und stimmen einfach auf den Punkt genau so wie es sein soll. Wer weniger Bass möchte oder nicht soviel ausgeben möchte, der kann sich die Creative Inspire T12 Lautsprecher einmal anschauen.
    Diese haben wir am PC meiner Frau und diese sind auch sehr gut!

  5. Ein wirklich grandioser und ausführlicher Beitrag!
    Ich schätze, dass ich diese Lautsprecher mal in naher Zukunft ausprobieren werde.

    • Vielen Dank für das Lob – gab wahrlich ne Menge zu Schreiben zu den Schweden 😉 Viel Spaß beim selber Testen – ich denke Du wirst nicht enttäuscht sein…
      Grüße,
      Der Junkie

  6. Mein Onkel möchte sein Auto mit der neuen Audio Anlage ausstatten und möchte nun die Hohlräume irgendwie ausfüllen, dass das Klirren bei voller Lautstärke auch verschwindet. Ich denke da wird das beste sein es mit Schaumstoff zu versehen. Danke für den tollen Blog Artikel!

  7. Hallo, ich habe mir ein paar richtig gute Lautsprecher angelegt. Nun bin ich umgezogen und habe festgestellt, dass die Audioqualität in diesen Räumen verschlechtert hat. Was kann ich machen, dass es nicht so hallt. Die Lautsprecher haben schließlich kein Mikrofon eingebaut. Vielen Dank für den super Blog!

  8. Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt, aber schon nach den ersten paar Zeilen hat mich dein Schreibstil gepackt. So frisch und modern und trotzdem informativ. Vielen Dank für den tollen Beitrag.
    LG Winni

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